Waisenhaus- samt Carolinenstiftung  
Marienberg
Vorderansicht des rekonstruierten ehemaligen Waisenhauses.

 


Johann Ehrenfried Wagner
- Leben und Geschichte -
 
  Das ehemalige Waisenhaus
 
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Vorstand und Verwaltung

 
Satzung der Stiftung

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Am Sonntag, den 04. September 2011 (Kirchweihfest) nach dem Weihgottesdienst in unserer St.Marienkirche wurde das ehemalige Waisenhaus geweiht.
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Johann Ehrenfried Wagner
Das Leben des Stifters und die Geschichte der Stiftung
Johann Ehrenfried Wagner  (Bildquelle: Superindententur Marienberg)

Johann Ehrenfried Wagner   wurde am  3. Mai 1724  in Neuhausen, etwa  30 Kilometer östlich  von Marienberg geboren. Gegen den Willen  seines  Vaters  besuchte  er  mit 12 Jahren das Gymnasium in Freiberg,  wo er als  hochbegabter  Schüler mehrere Klassen übersprang
und  bereits  im Alter von 17 Jahren mit dem  Abitur abschloss. Sein Stu-
dium  der Theologie in Leipzig beendete er 1745 mit der Magisterwürde,
die ihm in  Wittenberg verliehen wurde.

Nachdem er zusätzlich als  Hauslehrer gearbeitet  hatte, kam er 1752 als  Rektor der  Lateinschule  nach  Marienberg. 1759 wurde er hier Diakon, 1776 Pfarrer und  erhielt später den Ehrentitel Herzoglich Sachsen- Mei-
ningscher Konsistorialrat.

Nachdem er in  Marienberg bereits 1771 eine  "Spinnanstalt für arme Er-
wachsene"  ins Leben gerufen hatte,  gründete er dort  im  Jahr darauf ein
Waisenhaus.  Das nötige  Kapital  brachte er durch die bis  heute existie-
rende Waisenhaus - und Carolinenstiftung zusammen. 1802  übertrug der
Verfasser mehrerer  theologischer Werke seinem Sohn Christian die Lei-
tung der Einrichtung. Wagner  selbst  starb am 1. März 1807  in  Marien-
berg.  Ihm zu Ehren errichtete  man im Jahre 1871 neben der St. Marien-
kirche ein kleines Denkmal (siehe unten).

Missernten und Teuerungen  setzten gegen Ende des 18.
Jahrhunderts der  Bergstadt Marienberg  stark zu.  Der hier tätige Pfarrer
Johann Ehrenfried Wagner  erkannte die  Not der Bevölkerung und grün-
dete  ein Waisenhaus  zur  Versorgung der  vielen  elternlos  gewordenen
Kinder.  Nachdem  er die  ersten in seinem  privaten  Haus aufgenommen
hatte, wurde bald mehr Platz notwendig  und die Einrichtung zog zunächst
ins Schulgebäude auf der heutigen Herzog-Heinrich-Straße, danach in ein
eigenes Haus auf der Freiberger Straße um.
Wagner verstand es,  für  seine Idee der Armenversorgung  finanzkräftige
Unterstützer  zu begeistern.  Ob aus Leipzig,  Dresden oder Zwickau, ob
aus Holland oder der Schweiz:  von überall her erhielt er Zuwendungen in
Form von Geld und Naturalien, Kleidung und Schulbüchern.
1806 schenkte  Frau  Caroline  Louise  verw.  Dr. Carl, geb. Küster, aus
Leipzig  im Andenken an ihre am  17. Mai  kinderlos  verstorbene einzige
Tochter  Caroline  Henriette  geschiedene  von  Weidenbach,   geb. Carl 4.000 Taler.  Das ist der Beginn der Carolinenstiftung.  Zehn Jahre später
folgten noch einmal 20.000 Taler.
Die Arbeit der Stiftung  wurde zu  DDR - Zeiten  ausgesetzt,  alle Grund-
stücke  und  Immobilien  der  Stadt zugeschlagen.  Während die bis 1955
angewachsenen  Bargeldeinlagen verschollen sind,  wurden Anwesen und
Gebäude  zwischen  1992 und 1994 der  Stiftung zurück  übertragen. Ihr
Zweck  wurde  aktualisiert  und  dient nun der Unterstützung der Jugend-
sozialarbeit der Stadt Marienberg.

Grabstein von Johann Ehrenfried Wagner auf dem Friedhof von Marienberg (Foto: K.-H.Hofmann)
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Das ehemalige Waisenhaus


  
Das 2. Marienberger Waisenhaus am Goethering 5 stellt das eigentliche Zentrum der Waisenhaus - samt Carolinen -
   Stiftung dar. Zur Geschichte wird im historischen Teil (oben) etwas gesagt.
   Nach einer sehr wechselvollen Nutzungsphase in den 50er bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts haben die
   Stiftungsvorstände nach Wiedergründung ab 1990 an sinnvollen Nutzungsvarianten gearbeitet. Es stellte sich als sehr
   schwierig heraus, für diese riesige Immobilie eine langfristige Nutzung im Sinne des Waisenhausgründers zu finden.
   Die Finanzierung einer Rekonstruktion gestaltet sich nicht minder schwierig.

   Aber es wurde geschafft!
   Zur Zeit befinden sich folgende Mieter im "Waisenhaus":

     >  Diakonisches Werk des Kirchenbezirkes Marienberg - Beratungszentrum,
     >  Eigenbetrieb Sozialbetriebe des Landkreises Erzgebirge - Beratungszentrum,
     >  Kinderkombination der AWO - Erzgebirge,
     >  Logopädie Schreiter.
  

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Aktuelles zur Stiftung


Unter normalen Umständen erwirtschaftet die Stiftung aus den Verpachtungen der ihr gehörenden Ländereien an
Landwirtschaftsbetriebe bzw. Gewerbetreibende Erträgnisse.
Nach Abzug der sehr geringen Verwaltungskosten und der Rückstellungen werden die Überschüsse entsprechend der Stiftungssatzung ausgeschüttet.

In letzter Zeit unterstützten wir folgende Projekte:
  >  Rekonstruktion des ehemaligen Waisenhauses,
  >  Jugend - Sozialarbeit der Diakonie,
  >  Flötenkreis der Kurende von St.Marien Marienberg.
 

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Spendenkonto


   Wer die Stiftung bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützen möchte, kann gerne einen Geldbetrag auf das folgende
   Konto überweisen:

Sparkasse Mittleres Erzgebirge
BLZ: 87053000
Kontonummer: 310 300 26 60

Auf Wunsch erfolgt die Ausstellung einer Spendenbescheinigung!

    Sie können auch der Stiftung einen Geldbetrag "zustiften". Damit erhöht sich das Stiftungsvermögen und Sie unter-
   stützen die Stiftung dauerhaft. In einem solchen Fall wenden Sie sich bitte an den Vorstand.
  
    

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Vorstand und Verwaltung


Waisenhaus- samt Carolinenstiftung
Marienberg

Freiberger Straße 2
09496 Marienberg

Telefon: 03735 22238
Fax: 03735 62138
Email: whs(at)waisenhausstiftung-marienberg.de
  oder: pfarramt(at)kirche-marienberg.de             


Vorstand:

Vorsitzender:  Pfarrer Volkmar Freier
Stellv. Vors .:  Werner Wittig
       Mitglied:  Michael Gottschalk
       Mitglied:  Wolfgang Stephan
 

      
 Satzung der Stiftung 

Gestaltung der Seiten: K.-H. Hofmann

Letzte Aktualisierung:   25.01.2012                                                                                                                    Copyright beim Stiftungsvorstand

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