Waisenhaus- samt Carolinenstiftung  
Marienberg
Blick vom Goldkindstein auf das Waisenhaus und im Hintergrung die St.Marienkirche. (Foto: L.Nestler)


Biografie und Geschichte
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Vorstand und Verwaltung
 
Denkmal von Johann Ehrenfried Wagner unterhalb der St.Marienkirche. (Foto: L.Nestler)
Benefizkonzert am 3.Oktober 2010 um 17 Uhr in St.Marien Marienberg mit Friedrich Kircheis Dresden - Orgel und unserem Kantoreiorchester!
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Biografie und Geschichte
Mehr als 200 Jahre Wohltätigkeit in Marienberg
Johann Ehrenfried Wagner  (Bildquelle: Superindententur Marienberg)

Johann Ehrenfried Wagner   wurde am  3. Mai 1724  in Neuhausen, etwa  30 Kilometer östlich  von Marienberg geboren. Gegen den Willen  seines  Vaters  besuchte  er  mit 12 Jahren das Gymnasium in Freiberg,  wo er als  hochbegabter  Schüler mehrere Klassen übersprang
und  bereits  im Alter von 17 Jahren mit dem  Abitur abschloss. Sein Stu-
dium  der Theologie in Leipzig beendete er 1745 mit der Magisterwürde,
die ihm in  Wittenberg verliehen wurde.

Nachdem er zusätzlich als  Hauslehrer gearbeitet  hatte, kam er 1752 als  Rektor der  Lateinschule  nach  Marienberg. 1759 wurde er hier Diakon, 1776 Pfarrer und  erhielt später den Ehrentitel Herzoglich Sachsen- Mei-
ningscher Konsistorialrat.

Nachdem er in  Marienberg bereits 1771 eine  "Spinnanstalt für arme Er-
wachsene"  ins Leben gerufen hatte,  gründete er dort  im  Jahr darauf ein
Waisenhaus.  Das nötige  Kapital  brachte er durch die bis  heute existie-
rende Waisenhaus - und Carolinenstiftung zusammen. 1802  übertrug der
Verfasser mehrerer  theologischer Werke seinem Sohn Christian die Lei-
tung der Einrichtung. Wagner  selbst  starb am 1. März 1807  in  Marien-
berg.  Ihm zu Ehren errichtete  man im Jahre 1871 neben der St. Marien-
kirche ein kleines Denkmal (siehe unten).

Missernten und Teuerungen  setzten gegen Ende des 18.
Jahrhunderts der  Bergstadt Marienberg  stark zu.  Der hier tätige Pfarrer
Johann Ehrenfried Wagner  erkannte die  Not der Bevölkerung und grün-
dete  ein Waisenhaus  zur  Versorgung der  vielen  elternlos  gewordenen
Kinder.  Nachdem  er die  ersten in seinem  privaten  Haus aufgenommen
hatte, wurde bald mehr Platz notwendig  und die Einrichtung zog zunächst
ins Schulgebäude auf der heutigen Herzog-Heinrich-Straße, danach in ein
eigenes Haus auf der Freiberger Straße um.
Wagner verstand es,  für  seine Idee der Armenversorgung  finanzkräftige
Unterstützer  zu begeistern.  Ob aus Leipzig,  Dresden oder Zwickau, ob
aus Holland oder der Schweiz:  von überall her erhielt er Zuwendungen in
Form von Geld und Naturalien, Kleidung und Schulbüchern.
1806 schenkte  Frau  Caroline  Louise  verw.  Dr. Carl, geb. Küster, aus
Leipzig  im Andenken an ihre am  17. Mai  kinderlos  verstorbene einzige
Tochter  Caroline  Henriette  geschiedene  von  Weidenbach,   geb. Carl 4.000 Taler.  Das ist der Beginn der Carolinenstiftung.  Zehn Jahre später
folgten noch einmal 20.000 Taler.
Die Arbeit der Stiftung  wurde zu  DDR - Zeiten  ausgesetzt,  alle Grund-
stücke  und  Immobilien  der  Stadt zugeschlagen.  Während die bis 1955
angewachsenen  Bargeldeinlagen verschollen sind,  wurden Anwesen und
Gebäude  zwischen  1992 und 1994 der  Stiftung zurück  übertragen. Ihr
Zweck  wurde  aktualisiert  und  dient nun der Unterstützung der Jugend-
sozialarbeit der Stadt Marienberg.

Grabstein von Johann Ehrenfried Wagner auf dem Friedhof von Marienberg (Foto: K.-H.Hofmann)
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Aktuelles


Die Waisenhausstiftung besitzt eine ganze Anzahl Liegenschaften, welche fast komplett verpachtet sind.
Des weiteren ist das Wohnhaus Zschopauer Str. 20 Eigentum der Stiftung. Dort befinden sich zwei kleinere Wohnungen im Dachgeschoß und seit November dieses Jahres wohnt im 1. Stock Pfarrer Freier mit seiner Familie. Da das zugehörige Grundstück (es reicht von der Zschopauer Straße bis zur Kirchstraße) sehr groß ist, möchte der Vorstand den unteren Teil als Baugrundstück im Rahmen einer Erbpacht abgeben. Vielleicht findet sich ein Interessent.
Für das ehemalige Waisenhaus am Goethering, dem eigentlichen Kernstück der Waisenhausstiftung, haben wir nach langem Ringen mit Hilfe der Stadtverwaltung eine neue Nutzung gefunden. Im Erdgeschoss wird der Kindergarten der AWO vom Fabianweg und eine Kinderkrippe einziehen. Im ersten Obergeschoß und im Dachgeschoß wird das Diakonische Werk des ehemaligen Kirchenbezirkes Marienberg eine große Beratungszentrale einrichten.
Das Dachgeschoss wird komplett abgerissen werden und in einer modernen Architektur denkmalgerecht neu entstehen.
Der gesamte Park um das Haus wird neu gestaltet und den neuen Nutzungen angepasst.
(Siehe Baugeschehen)

Das gesamte Projekt hat ein Finanzierungsvolumen von 3 Millionen Euro!

     Besuch des Ministerpräsidenten Tillich in Marienberg:       Bilder vom Besuch 
Am 28. Mai 2009 besuchte der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Herr Tillich, Marienberg.
Auf Initiative unseres CDU Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Schneider hatte der Vorstand der Waisenhausstiftung zusammen mit dem Oberbürgermeister Wittig die Gelegenheit, die Problematik der Finanzierung der Waisenhaus-stiftung vorzutragen und um Hilfe zu bitten.
Eine ganze Stunde stand zur Verfügung und nach gründlicher Diskussion versprach Herr Tillich, sich der Sache
in Dresden anzunehmen.

Das Ergebnis der dann folgenden Verhandlungen im Innenministerium in Dresden:

Der Freistaat Sachsen fördert die Sanierung des ehemaligen Waisenhauses mit der Höchstförderung von 85 %.

Etwa 600.000,00 Euro stellt die Stadt Marienberg zur Verfügung !!!   Vielen Dank!

Die restlichen 500.000,00 Euro muss die Stiftung als Eigenmittel aufbringen! Wir werden einen Kredit aufnehmen.

Am 23.07.2010 um 14 Uhr wurde Richtfest gefeiert.

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Baugeschehen

   Bilder vom Bau  
 


   Federführend für die Bauplanung, Ausschreibung, Bauleitung und Überwachung ist das 
Architekturbüro Nestler 
   Marienberg. Alle Fragen zur Bauausführung, Ausschreibung usw. sind bitte direkt an das Büro Nestler zu richten!

 
 Baubeginn war am 25. September 2009.
 
   Schneller als gedacht, konnte mit dem Umbau des Waisenhauses begonnen werden. Am Freitag, dem 25.09.09, bei
   herrlichem Sonnenschein versammelte sich der Vorstand der Waisenhausstiftung mit seinen Gästen, um den Start-
   schuss zu geben. Zu unserer besonderen Freude waren die "Buratino" - Kindergartenkinder mit einem kleinen
   Kulturprogramm da und auch viele Bürger Marienbergs. Besonders diese nutzten die Gelegenheit, sich das Haus von
   innen anzusehen. Dabei wurden z.B. bei ehemaligen Bewohnern viele Erinnerungen wach.
   Unser Vorsitzender, Superintendet Findeisen, begrüßte die Gäste und hielt eine kleine Rede. Im Anschluss ergriffen
   unser Oberbürgermeister Thomas Wittig und der Abgeordnete des Sächsischen Landtages Prof. Dr. Günther Schneider
   das Wort. Bei allen kam besonders die Freude zum Ausdruck, das nun endlich eine neue Nutzung für das tratitionsreiche
   Gebäude gefunden werden konnte und auch die Finanzierung steht.
   Unsere Architektin, Frau Nestler, gab zu guter Letzt einen kurzen Abriss zu den geplanten Umbauarbeiten.
   Ein kleiner Sektempfang rundete die Feierstunde ab.

   Stand der Bauarbeiten:

   Der erste Bauabschnitt, die Freilegung, Sanierung und Trockenlegung der Grundmauern ist fast abgeschlossen. Hier gab
   es erhebliche, nicht geahnte Schwierigkeiten durch anstehendes Gestein im Bereich zur Straßenböschung. Es wurden sämt-
   liche Versorgungsleitungen (Wasser, Abwasser, Gas, Telefon) neu verlegt. Ganz unerwartet tauchten auch alte Jauche-
   gruben, Mauerdurchbrüche u.s.w. auf. Mit solchen Dingen muss halt bei einem alten Gebäude gerechnet werden.
   Aber auch eine gute Überraschung gab es:
Der Grundstein wurde gefunden!! Im Keller haben unsere Vorfahren einen
   Sandsteinwürfel, Kantenlänge etwa 60 cm ins Fundament eingemauert. Auf der sichtbaren Seite steht "Erbaut im Jahre
   1882". Nach Eröffnung der Forderfront des Grundsteines zeigte sich ein Zinkbehälter in der Größe eines Schuhkartons.
   In der Kassette wurde ein ganzer Stapel Unterlagen zur Waisenhausgeschichte gefunden, alles in einem einwandfreien
   Zustand!!!
   Den Inhalt werden wir zu gegebener Zeit der Öffentlichkeit vorstellen, ehe er zum Bauabschluss wieder eingeschlossen
   werden wird; sicher mit einigen Zeugen aus unserer Zeit.

   
Der zweite Bauabschnitt  wird in wenigen Tagen in Angriff genommen. Es geht dabei um den Abbruch und die Erneuerung
   der Decken zwischen Keller und EG, bzw. zwischen EG und OG.

   06.04.2010   Baubeginn: 1. Gerüst; 2. Abbruch des Dachgeschosses; 3. Neubau des Dachgeschosses; 4. Fahrstuhlneubau.
   Ausschreibungen laufen für: Dachdecker; Sanitär/Heizung; Elektro; Fenster/Außentüren und Außenputz/Fassade.
  
  
23.07.2010   Um 14 Uhr wurde das Richtfest auf dem Waisenhausgelände gefeiert!  Bilder
    

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Spendenkonto


Für die Umsetzung unseres Vorhabens benötigen wir die Hilfe der Bevölkerung!

   Wir werden den Kredit nicht allein durch Mieteinnahmen zurückführen können. Wem das ehemalige Waisenhaus
   am Herzen liegt, der kann der Stiftung durch eine Spende helfen. Wir freuen uns über kleinste Beträge (Kontonummer
   unten). Auch Zustiftungen zur Waisenhausstiftung sind möglich. Bitte melden Sie sich bei Interesse bei einem Mitglied
   des Stiftungsvorstandes. Wir beraten Sie gerne.

Das Spendenkonto lautet:
Sparkasse Mittleres Erzgebirge
BLZ: 87053000
Kontonummer: 310 300 26 60
(Sie bekommen selbstverständlich eine Spendenbescheinigung)

   Vielleicht organisieren wir in nächster Zeit auch Veranstaltungen oder Konzerte für die Sanierung des Waisen-
   hauses. Wir informieren rechtzeitig hier und über Presse und Funk.

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Vorstand und Verwaltung


Waisenhaus- samt Carolinenstiftung
Marienberg

Freiberger Straße 2
09496 Marienberg

Telefon: 03735 22662
Fax: 03735 62765
Email: whs(at)waisenhausstiftung-marienberg.de


Vorstand:

Vorsitzender:  Pfarrer Volkmar Freier
Stellv. Vors .:  Werner Wittig
       Mitglied:  Michael Gottschalk
       Mitglied:  Wolfgang Stephan
 

           
Satzung der Stiftung 

Gestaltung der Seiten:
K.-H. Hofmann

Letzte Aktualisierung:   09.08.10                                                                                                                       Copyright beim Stiftungsvorstand

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